Pfarrkirche, Kapellen und Denkmäler

 

Die Geschichte der Pfarrkirche

Wohl stand bereits um 1000 an der gleichen Stelle eine Kapelle.
Der älteste Teil der alten Kirche, eine gotische Anlage,  stammte jedoch aus dem 14. Jhd. und war der hl. Maria Magdalena geweiht. Sie war bis nach 1666 Kirchenpatronin. Danach wird der hl Markus als Patron genannt.
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Die alte Kirche wurde jedoch in den letzten Kriegstagen zerstört. Am 19. April 1945 ging die Kirche unter dem Beschuss der Stalin-Orgel in Flammen auf. Wenige Tage zuvor holte Pfarrer Dr. Brunauer das Allerheiligste aus dem Tabernakel.

kirche.jpg (18052 Byte) Bald nach dem Krieg wurde die Kirchenruine abgetragen und der Erdaushub für eine neue von der Eibesthaler Bevölkerung geleistet. Die Bauarbeiten übernahm die Firma Karl Döltl.
Am 15. August 1951 wurde die neue Kirche durch Hochwürden Kardinal Theodor Innitzer eingeweiht.
1957 schließlich wurde die heutige Orgel angeschafft.
Gottesdienste:
Montag, Dienstag, Freitag 6:45 Uhr
Samstag Sommer 19:30 Uhr
Winter 18:30 Uhr
Sonntag 9:00 Uhr

 

In Eibesthal gibt es zahlreiche Gedenkstätten, Marterl und Feldkreuze. Ein kleiner Auszug sei hier erwähnt:

Der Friedhof
Der erste Friedhof war einst um die alte Kirche herum. 1814 wurde der neue Friedhof auf einer Anhöhe außerhalb des Ortes eingeweiht.
Nachdem die schweren Frontkämpfe zu Ende waren, fand man zahlreiche tote russische und deutsche Soldaten. Diese wurden in einem Massengrab am Friedhof beigesetzt.

Das Kriegerdenkmal
Im Jahr 1921 wurde es von der Gemeinde und der Bevölkerung für die Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtet. 1951 brachte man zusätzliche Marmortafeln für die Gefallenen des 2. Weltkrieges an.

Das Mahnmal
Am Friedhofsweg wurde 1967 ein Gedenkstein errichtet. Die Heimkehrer aus den zwei Weltkriegen ließen diesen setzen.

Die Pestkapelle
Die größte Pestzeit war um das Jahr 1679. Damals errichtete man für die Toten dieser gefährlichen Seuche ein gemeinsames Grab außerhalb des Dorfes. Über dem Massengrab wurde später eine Kapelle errichtet, die noch heute Ziel von Bittprozessionen ist.

Das Kaiser Franz-Josef Denkmal
Es wurde 1908 anlässlich des 60jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers errichtet.  1965 baute man das Feuerwehr-Zeughaus. Bei dieser Gelegenheit wurde die Anlage um das Denkmal neu gestaltet.

Die Kotterbrücke
Der Name stammt daher, dass in ältester Zeit sich hier das Gefängnis des damaligen Marktortes - der Kotter - befand. 1945 wurde die Brücke von den sich zurückziehenden Deutschen gesprengt. 1949 wurde eine Behelfsbrücke errichtet. Auch die Statue des hl. Johannes von Nepomuk wurde restauriert und an die jetzige Stelle gesetzt.

Das Friedens- und Jugendmarterl
Dieser Bildstock wurde 1975 von den Jugendlichen des Geburtsjahres 1955 (dem Staatsvertragsjahr), aus Dankbarkeit für eine Jugend in Freiheit und Frieden, errichtet. Im Sockel ist ein Stein vom Kalvarienberg in Lourdes (Frankreich) eingemauert.

Die Florianikapelle
Sie wurde bereits 1766 erbaut. Bei einem großen Brand 1904, bei dem der nördliche Ortsteil schwer vernichtet wurde, dien die Kapelle und die beiden dahinterstehenden Häuser verschont geblieben.

Die Rochuskapelle
Am Ende der letzten Pestzeit 1713 wurde, zum Dank für das Erlöschen dieser Krankheit, diese Kapelle errichtet.
Während der Kampfhandlungen haben russische Soldaten drei ihrer Kameraden vor der Kapelle begraben. Später kamen die exhumierten Körper auf den Russenfriedhof nach Mistelbach.

Das Bombenmarterl
Bis 1945 stand auf diesem Platz die Niederdorfer Florianikapelle, welche am 18. April von der Stalin-Orgel zerstört wurde.
1955 wurde hier ein steinernes Marterl in Form einer Bombe aufgestellt; dieses soll an das Leid und die Entbehrungen der Bevölkerung während der Kriegszeit erinnern.

Die Waldandacht
Wo die große Samenfichte steht, war einst ein Forstgarten. Baumfrevler verwüsteten sämtliche Bäumchen. Nur eines kam durch, die jetzige große Samenfichte. In der Nähe ereignete sich einmal bei Waldarbeiten ein Unfall, bei welchem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Zum Dank brachte man ein frommes Bild an der Fichte an.

Das Pacherkreuz
Ein Waldheger des Fürst Liechtensteins wurde einst von einem Wilderer angeschossen. Die Schrotkugeln blieben jedoch in seinem Jausenbrot stecken, das er im Brustlatz trug. Als Dank ließ er dieses Kreuz errichten.

Das Jägerkreuz
Es gehört zu den ältesten Denkmälern des Ortes. Etwa 1700, fand man hier einen mit dem Tod ringenden Jäger, der von einem mächtigen Hirschen angefallen und schwer verletzt wurde. Man setzte ein Steinkreuz, das nach vielen Jahren verfiel. Heute ist noch der steinerne Sockel erhalten

Das Blitzmarterl
Am 26. Juni 1940 ging über Eibesthal ein fürchterliches Unwetter hernieder. In einer Weingartenhütte wurden 3 Personen von einem Blitzschlag getötet.

Das Hostien-Sühnemarterl
Bei einem nächtlichen Kirchenraub im Jahre 1925 wurden aus dem Tabernakel alle heiligen Gegenstände samt den geweihten Hostien entwendet. Die Hostien wurden kurz darauf auf einem Acker gefunden und in einer Prozession eingeholt. Später wurde zur Erinnerung das Sühnemarterl errichtet.

Das Dr. Ruprecht Kreuz
Am 4. April 1959 verunglückte der beliebte Arzt Dr. Georg Ruprecht in Ausübung seines Berufes an dieser Stelle mit dem Auto.